Die Tatsache dass jeder irgendwann gehen wird. 

Sich mit dem Tod auseinanderzusetzen ist eines der Dinge mit dem man sich nur schwer beschäftigen möchte. Zu Recht. Und doch gehört es zum Leben dazu. 

Kein Leben ohne Tod, kein Licht ohne Schatten. Keine bunten Farben ohne Schwarz-Weiß. 

Jedes einzelne Pferd mit dem ich arbeite wächst mir ans Herz. Und auch, wenn es nicht meine eigenen sind, empfinde ich diesen Schmerz wenn eines dieser Pferde gehen muss.

Die Tatsache, dass es nun mal dazu gehört, macht es mir in dem Moment nicht leichter, denn es ist auch der Schmerz meiner Kunden(die alle zu meinen Freunden geworden sind) der mich so sehr berührt.  

Diese Woche musste das Pferd meiner Freundin das eines meiner ersten Trainingspferde ist,  über die Regenbogenbrücke gehen. Dieses Gefühl die Zeit anhalten zu wollen, die Worte nicht hören zu wollen dass es so ist wie es ist. Die Entscheidung was getan wird und was nicht, die Diagnose und die Entscheidung schlussendlich für das Tier, all das gehört dazu. Nach wie vor laufen mir Tränen über das Gesicht während ich das hier schreibe. Ich bin  unendlich dankbar, dieses Pferd kennengelernt zu haben, dass ich mit ihr über Jahre hinweg arbeiten durfte & wir gemeinsam anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnten. Mit genau diesen Gedanken & dieser Dankbarkeit hab ich mich von ihr verabschiedet & doch tut es unendlich weh. 

Aber, ich  bin……

Dankbar für die gemeinsame Zeit. 

Dankbar für die vielen Erfahrungen. 

Dankbar dafür dass sie so viele Menschen zum Lachen gebracht hat.

Dankbar für ihren liebvollen Charakter & ihren Willen, alles gut zu machen.

Dankbar für ihre wundervolle Besitzerin die selbstlos und ohne jeglichen Egoismus entschieden hat, ihre Stute nicht leiden zu lassen. 

Dankbar dafür, dass ich durch sie eine wundervolle Familie kennenlernen durfte, die für mich zu einem zweiten zu Hause geworden ist.

Dankbar dafür dass sie den Grundstein für meine heutige Selbständigkeit gelegt hat.

 

Ich hab mir die ganze letzte Woche sehr  viele Gedanken darüber gemacht und beschlossen, diesen Schmerz für mich einfach DA sein zu lassen, ZUZULASSEN dass es so ist und mir gesagt, dass ich an das Gute denken möchte .  Wir hatten  Millionen Momente und Zeit miteinander, die wir sowas von genossen haben, daran halte ich fest.

 Dies dürfen wir uns vor Augen halten, denn wenn der  Moment da ist, wo sie gehen müssen, sind wir es ihnen schuldig für sie da zu sein und ihnen den Schmerz zu nehmen.   

 

In Gedanken an Valona  (4.12.2020)